Schuppige Kopfhaut: Was du dagegen tun kannst

Schuppige Kopfhaut: Was du dagegen tun kannst

05. November 2019

Schuppen sind für die Betroffenen unangenehm und häufig sehr hartnäckig. Mit den richtigen Maßnahmen trägst du zu einer Linderung der Schuppenbildung bei.

Wie entstehen Schuppen?
Die Zellen der menschlichen Haut erneuern sich etwa alle 27 Tage – „alte“ Zellen entwickeln sich zu Hornzellen. Diese wandern im Laufe des Erneuerungsprozesses aus tiefen Hautschichten an die Oberfläche. Als Schuppen, in der Medizin „Squama" genannt, werden Hornzellen für das menschliche Auge erst sichtbar, wenn sie sich zu Zellklumpen verbinden. Generell unterscheidet man zwischen zwei Arten von Schuppen: fettige und trockene. Fettige Schuppen bleiben in Form von gelblichen, öligen Flocken an den Haaren und in den Längen haften. Trockene Schuppen dagegen werden lediglich als weiße Hautschüppchen, die an der Kopfhaut sitzen, wahrgenommen.

Was tun gegen Schuppen?
Schuppen kannst du in der Regel sehr gut selbst therapieren. Je nach Auslöser können verschiedene Ansätze helfen:

Die richtige Haarpflege-Routine
Die Kopfhaut muss wieder zurück in ihr natürliches Gleichgewicht finden. Das gelingt mit der richtigen Haarpflege-Routine. Starke Hitze, egal ob beim Waschen oder Föhnen, ist absolut tabu. Diese entzieht der Kopfhaut Fett und Feuchtigkeit. Besser ist es, die Haare mit einer lauwarmen Wassertemperatur von maximal 37 Grad zu waschen und sie im Nachgang nur lufttrocknen zu lassen. Zudem raten wir dir vom groben Ab- und Trockenreiben der Haare mit einem Handtuch ab. Sanfte Alternativen zu normalen Handtüchern sind feine Mikrofaser-Tücher.

Unser Tipp

Gönne deinen Haaren eine waschfreie Erholungsphase von mindestens zwei Tagen. Während dieser Zeit kann sich die Kopfhaut regenerieren – und auch die Talgproduktion wird angeregt.

Die Verwendung von speziellen Shampoos
Zur äußerlichen Behandlung von Schuppen kannst du speziell entwickelte Anti-Schuppen-Shampoos verwenden. Diese wirken mit ausgeklügelten Wirkstoff-Zusammensetzungen effektiv.

Unser Produkt-Tipp

Das EXTRODERM Shampoo für schuppige und trockene Kopfhaut von DADO SENS reinigt die Kopfhaut mit milden Tensiden und natürlichen Salzen aus dem Toten Meer – ohne sie dabei auszutrocknen oder gar zu reizen. Zudem beruhigt das enthaltene Panthenol gestresste Kopfhaut und lindert den Juckreiz.

Wichtig ist, dass das Shampoo gut in die Kopfhaut einmassiert wird. Die mechanischen Reize während der Massage fördern die Durchblutung der Kopfhaut, wodurch sowohl die Haarwurzeln als auch die Kopfhaut besser mit Nährstoffen versorgt werden. Ebenso bedeutend im Prozess gegen Schuppen ist das gründliche Auswaschen des Shampoos. Bleiben nämlich Produktrückstände auf der Kopfhaut haften, können diese wiederum die Schuppenbildung begünstigen.

Die Behandlung mit Medikamenten und die richtige Ernährung
Treten Schuppen bei dir krankheitsbedingt auf, sind oft stärkere und verschreibungspflichtige Tinkturen und Mittel die einzig wirksame Lösung. In diesem Fall solltest du unbedingt einen Dermatologen konsultieren. Auch eine Ernährungsumstellung kann helfen, wenn Pilze bei dir der Auslöser für Schuppen sind. Besonders Zucker fördert die Entstehung und Ausbreitung von Pilzen. Man kann sogar sagen, dass zu viel Zucker Kopfhaut-Pilze begünstigt. Zuckerhaltige Nahrungsmittel solltest du deshalb deutlich reduzieren – für eine stabile und intakte Kopfhaut-Flora dafür lieber den Konsum an Omega-3-Fettsäuren aus fettem Fisch wie Lachs und Zink, zum Beispiel aus Sonnenblumenkernen, erhöhen.

Die Ursachen von Schuppen
Unter extremen Temperaturschwankungen leidet die Haut im Allgemeinen. Die Kopfhaut ist deutlich dicker als die Haut am Rest des Körpers – auch stehen Talg- und Schweißdrüsen sowie Haarfollikel um einiges dichter. Eine vermehrte Schweißneigung in diesem Bereich liegt demnach auf der Hand. Laut Experten fördert Hitze und Schweiß die Entstehung von Kopfhaut-Pilzen sehr stark. Ebenfalls begünstigend wirken warme Kopfbedeckungen, zum Beispiel Wollmützen, und trockene Heizungsluft im Winter.
Zu heißes und zu häufiges Waschen – damit ist täglich gemeint – greift den natürlichen Schutzmantel der Haut an. Dieser ist infolge nicht mehr so widerstandsfähig gegen äußere Einflüsse. Auch schädlich für die Kopfhaut-Gesundheit kann zu heißes und langes Föhnen sein. On top blockieren Stylingprodukte, wie Haarspray, die sich wie ein Schleier auf die Kopfhaut legen, die Haut beim Nährstoffaustausch und hindern sie am Atmen. Ebenfalls kann die Verwendung eines nicht für den Haut- und Haartyp geeigneten Shampoos ursächlich für Schuppen und Kopfhaut-Probleme sein. Als austrocknend gelten Inhaltsstoffe wie Emulgatoren, Alkohol, fettbindende und fettlösende Substanzen.
Vor allem Frauen sind oft von Hormonschwankungen betroffen. Diese wirken sich nicht nur auf das Gemüt aus – sie beeinflussen auch den Zustand der Haut und der Haare. So können Kopfhaut-Probleme gerade zu Beginn und nach einer Schwangerschaft auftreten. Auch Phasen wie die Menopause oder die Pubertät können eine Rolle spielen.
Einfache Kontaktallergien aufgrund von Inhaltsstoffen in Shampoos & Co. sind häufig die Ursache für Schuppen. Diese sind zwar unangenehm, aber im Normalfall nicht gefährlich. Schlimmer sind Kopfhaut-Pilze, die zu knotigen Entzündungen und zu einer sehr starken Reizung der Kopfhaut führen können. Sogar die Haarstruktur kann davon angegriffen werden. Schon beim Verdacht auf einen Kopfhaut-Pilz solltest du demnach einen Arzt aufsuchen und gegebenenfalls ein Anti-Pilz-Mittel zur Linderung verwenden. Darüber hinaus können auch Hauterkrankungen wie Schuppenflechte oder Neurodermitis zu Kopfschuppen führen. Typisch für erstere sind zum Beispiel rötlich erhobene Plaques, die mit einer dicken Schuppenschicht belegt sind. In beiden Fällen solltest du unbedingt einen Arzt zur Abklärung heranziehen.

Experten-Tipp

Bloß nicht zu viel herumexperimentieren. Zu viele und zu unterschiedliche Wirkstoffe bringen keine Besserung, sondern eher das Gegenteil.

Zuerst solltest du dir unbedingt bei einem Arzt Klarheit verschaffen, ob es sich bei deinen Schuppen um ein kosmetisches oder ein gesundheitlich bedingtes Problem handelt. Ist Schlimmeres ausgeschlossen, kann ich dir nur raten in Sachen Kopfhaut-Pflege nicht ungeduldig zu werden – bis du eine Verbesserung siehst und spürst, kann es einige Zeit dauern. Und wie fast bei jedem Hautproblem gibt es nicht diese eine allgemeine Lösung. Das, was für dich am besten gegen Schuppen hilft, gilt es herauszufinden.

Welche Erfahrungen hast du mit schuppiger Kopfhaut gemacht? Erzähl uns davon in den Kommentaren!