Wie erkenne und behandle ich eine Sonnenallergie?

Wie erkenne und behandle ich eine Sonnenallergie?

02. März 2021

Zeigen sich auf deiner Haut Bläschen, Rötungen und Juckreiz, nachdem du in der Sonne warst? Oder sogar Papeln und Pusteln, die wie Akne aussehen? Vermutlich reagiert deine Haut empfindlich auf Sonnenlicht. In diesem Beitrag erkläre ich dir, woran du eine Sonnenallergie erkennst und was am besten hilft. 

Woran erkenne ich eine Sonnenallergie?

Was genau ist Sonnenallergie

In der Fachsprache werden Sonnenallergien, also Hautreaktionen auf UV-Licht, als „Lichtdermatosen” bezeichnet. Streng genommen ist die Reaktion unserer Haut nämlich keine Allergie. Ich verwende den Begriff hier dennoch, weil er vielen LeserInnen am geläufigsten sein wird. Sonnenallergien äußern sich oftmals wenige Stunden nach dem Sonnenaufenthalt durch Rötungen, Bläschen, Papeln, Pusteln oder einen starken Juckreiz. Die polymorphe Lichtdermatose tritt vorwiegend in den Monaten März bis Juni auf. Meist zeigt sich an jenen Körperteilen, die nicht an die Sonne gewöhnt sind (Dekolleté, Schultern, Nacken, Streckseiten der Arme und Beine). Zu diesen Hautreaktionen kann es bei allen Hauttypen kommen. Besonders betroffen sind allerdings die helleren. Warum dieser Typ von Sonnenallergie auftritt, weiß man noch nicht ganz genau. Wahrscheinlich ist die zeitverzögerte Überempfindlichkeitsreaktion zumindest teilweise genetisch bedingt. Eine gute Nachricht gibt es immerhin: Oft verschwindet eine solche Sonnenallergie im Lauf der Zeit von selbst.

Welche Arten von Sonnenallergie gibt es noch?

Die häufigste Form von Sonnenallergien ist die "polymorphe Lichtdermatose". Polymorph bedeutet, dass sich die Unverträglichkeitsreaktion der Haut in verschiedenen Phänomenen äußert: Wenige Stunden und auch noch mehrere Tage, nachdem die Haut der Sonne ausgesetzt war, reagiert sie auf den entsprechenden Partien mit Rötungen, Bläschen, Papeln oder Pusteln, begleitet von einem starken Juckreiz.
Die Mallorca-Akne ist eine Variante der polymorphen Lichtdermatose. Hier verträgt die Haut die Kombination von fetthaltigen Sonnenschutzprodukten mit UV-Licht nicht. Sie reagiert auf Dekolleté, Schultern und Armen und im Gesicht mit stark juckenden Papeln und Pusteln. Das Hautbild ist dann ähnlich wie bei Akne.
Seltener als die polymorphe Lichtdermatose, aber nicht weniger unangenehm ist die Photokontaktallergie oder photoallergische Dermatitis. Sie tritt auch bei sonst unempfindlicher Haut auf, wenn man ein Allergen einnimmt oder es auf die Haut aufträgt. Das können bestimmte Antibiotika, Schmerzmedikamente oder Vitamin-A-Derivate sein. Also unbedingt die Packungsbeilage beachten, wenn du Medikamente einnimmst und dich in der Sonne aufhalten möchtest! Ähnlich ist es bei der phototoxischen Dermatitis. Bei dieser Sonnenallergie mit Bläschenbildung treffen UV-Strahlung und Fototoxine (z. B. bestimmte ätherische Öle, Farbstoffe, Sellerie oder Buchweizen) aufeinander und rufen Hautreaktionen mit Schwellungen, Rötung und Blasen hervor.

EXPERTEN-TIPP

Wenn du bei dir eine Sonnenallergie vermutest, solltest du das unbedingt mit einer/m Dermatologin/Dermatologen abklären. Sie kann dich gegebenenfalls mit einer medikamentösen Behandlung (z. B. Antihistaminika) unterstützen und dir Empfehlungen für Pflegeprodukte geben. Dazu ist es hilfreich, wenn du dir vorab in einem Allergie-Tagebuch notierst, wie häufig und in welcher Situation deine Haut reagiert.

Die wichtigsten Tipps bei einer Sonnenallergie

  • Gewöhne deine Haut langsam an die Sonne. Oft reagiert die Haut besonders heftig, wenn sie nach einer längeren Pause zu viel UV-Strahlung auf einmal abbekommt. Unterstützend hierzu kann ab dem Frühling die Einnahme von Calcium sein.
  • Bleibe im Schatten - auch dort ist die UV-Strahlung an sonnigen Tagen noch stark genug, damit du von den positiven Auswirkungen von Sonnenlicht auf Psyche und Organismus profitieren kannst und dein Körper zum Beispiel Vitamin D bildet.
  • Trage eine Kopfbedeckung mit breiter Krempe und eine große Sonnenbrille.
  • Bedecke Schultern, Arme und Dekolleté mit leichten, langärmligen Oberteilen und trage lange Hosen. Bei extremer Empfindlichkeit sind auch bei hohen Temperaturen Baumwollhandschuhe und Söckchen zu empfehlen.
  • Nutze sowohl leichten, fettfreien Sonnenschutz, sowie auch leichte, fettfreie After-Sun-Pflege.
  • Beim Baden oder bei Aktivitäten in der Sonne sind spezielle UV-Schutz-Anzüge hilfreich.
  • Nach einem Tag am Strand sollte die Sonnencreme abgewaschen/-geduscht werden.

Welche Sonnencreme bei Sonnenallergie?

Leichtigkeit ist angesagt! Eine reichhaltige Sonnencreme kann bei Ausschlag (Sonnenunverträglichkeit und Mallorca-Akne) die Symptome oft noch verstärken oder die Reaktion sogar erst auslösen. Besser geeignet ist ein leichtes Produkt mit möglichst verträglichen Inhaltsstoffen speziell für sensible Haut, zum Beispiel das ölfreie DADO SENS Sonnenfluid SPF 20 oder das Sonnenfluid SPF 30. Die Rezeptur des DADO SENS Sonnenfluids ist speziell auf die Bedürfnisse von allergiegefährdeter, sonnenempfindlicher Haut zugeschnitten. Es bietet mittleren bzw. hohen Sonnenschutz (UVA und UVB). Ein Anti-Aging-Wirkstoffkomplex mit SymUrbanTM schützt die Haut vor Belastungen durch Umweltverschmutzung und stärkt die Haut für den Alltag. Das enthaltene Ectoin wirkt vorzeitiger Hautalterung entgegen, unterstützt das Schutzsystem der Haut und wirkt faltenreduzierend.

Sonnencreme

EXPERTEN-TIPP

Welcher LSF/SPF für dich richtig ist, erfährst du in unserem Sonnenpflege-Guide für empfindliche Haut. Wichtig ist, dass du das Fluid großflächig aufträgst (nur auf unversehrte Haut!) und die Anwendung regelmäßig wiederholst – auch dann, wenn du dich nur im Schatten aufhältst.

Was tun bei akutem Juckreiz oder Brennen durch Sonnenallergie?

Wenn die Haut juckt oder brennt, bringt vorsichtiges Kühlen oder ein mildes linderndes Spezialprodukt erste Hilfe. Das DADO SENS SOS CARE AKUTSPRAY zum Beispiel ist ideal für unterwegs, wenn die Haut juckt, aber nicht entzündet ist. Das Spray lässt sich je nach Bedarf auftragen, um sensible, irritierte Haut zu besänftigen. Es wirkt leichten Rötungen entgegen, ist wohltuend für sonnenstrapazierte Haut und kann Juckreiz und Brennen mildern. Süßholzwurzel und Beta-Glucane pflegen und beruhigen die Haut ebenfalls.

Wie sind deine Erfahrungen mit Sonnenallergien? Hast du einen Weg gefunden, um ihr vorzubeugen? Lass mir gern in den Kommentaren deine Tipps da!