Klimaanlage Haut: Warum Schwitzen gut ist

Klimaanlage Haut: Warum Schwitzen gut ist

14. Juli 2020

Körpergeruch, Schweißfüße, nasse Flecken – Schwitzen empfinden viele von uns nicht als angenehm. Dabei ist es lebensnotwendig! Hier erfährst du, warum Schwitzen so essentiell ist, wie du sowohl lästigen Geruch als auch Hautreaktionen vermeiden kannst.

Schwitzen - wie funktioniert das überhaupt?

DEODORANTS

Jeder Mensch verfügt über zwei bis vier Millionen Schweißdrüsen. Es gibt zwei Arten von Schweißdrüsen. Die ekkrinen Schweißdrüsen befinden sich überall auf der Haut. Ihr Sekret besteht zu 99 Prozent aus Wasser, außerdem aus Elektrolyten und Säuren. Es wird in großen Mengen produziert. Im Achsel- und Genitalbereich befinden sich zusätzlich die apokrinen Schweißdrüsen. Sie sondern in relativ geringen Mengen ein Sekret mit Proteinen und Lipiden ab. Erst im Lauf der Pubertät entwickeln sie sich erst und sind verantwortlich für eine unangenehme Begleiterscheinung des Schwitzens: den Schweißgeruch.

Die menschlichen Schweißdrüsen können bis zu 15 Liter Schweiß pro Tag bilden – je nach körperlicher Verfassung, Umgebungstemperatur und psychischen Einflüssen. Die Schwankungen zwischen dem "normalen" Schwitzen ohne Anstrengung bei Zimmertemperatur (ca. 200 ml pro Tag) und starkem oder gar übermäßigem Schwitzen sind enorm. Allein über Schweißfüße kann der Körper bis zu einem Viertel Liter Wasser pro Tag abgeben! Starkes Schwitzen ist bei manchen Menschen nicht nur durch Hitze und körperliche Aktivität, sondern auch durch bestimmte Krankheiten, hormonelle Schwankungen oder genetisch bedingt.

Wofür ist Schwitzen gut?

Schwitzen erfüllt mehrere Funktionen für den Körper. Die wichtigste ist das Regulieren der Körpertemperatur bei hohen Außentemperaturen oder bei starker körperlicher Aktivität. Durch Feuchtigkeit an der Hautoberfläche entsteht Verdunstungskälte, die die Körpertemperatur wie eine Klimaanlage konstant hält. Bei trockener Luft spürst du oft gar nicht, wie stark du schwitzt. Bei hoher Luftfeuchtigkeit, zum Beispiel in der Sauna, fließt der Schweiß in Strömen über den Körper.

Das Stress-Schwitzen hingegen ist "kalter Schweiß". Es hat also nichts mit der Temperatur der Umgebung zu tun. In früheren Zeiten war auch das überlebenswichtig: In einer bedrohlichen Situation kühlt sich die Haut unter Einfluss von Stresshormonen rasch ab, damit das wärmende Blut in den Muskeln bleibt und der Körper bereit für Kampf oder Flucht ist. Heutzutage können wir Stress meistens nicht sofort körperlich abbauen. Um nicht ins Schwitzen zu kommen, bleibt nichts anderes übrig, als sich nicht stressen zu lassen und möglichst cool zu bleiben. Falls es doch mal stressig wird, hilft ein hautfreundliches Deo.

SCHWITZEN - WAS TUN, WENN ES UNANGENEHM WIRD?

  • Wenn du sehr stark schwitzt, solltest du besonders viel trinken - und zwar kalorienarme und lauwarme Getränke. Eiskalte Getränke provozieren den nächsten Schweißausbruch!
  • An heißen Tagen oder in stressigen Situationen empfiehlt sich leichte, luftige, atmungsaktive Kleidung, damit Hitze und Feuchtigkeit sich nicht stauen.
  • Um starker Schweißbildung vorzubeugen, kannst du Salbeitee als Hausmittel ausprobieren - als Getränk und auch äußerlich aufgetragen.
  • Wenn du den Eindruck hast, dass du übermäßig viel schwitzt, lass dich unbedingt medizinisch beraten. Manchmal helfen spezielle Injektionen oder Operationen.
  • Frischer Schweiß riecht bekanntlich nicht. Lästiger Schweißgeruch entsteht erst, wenn Bakterien der Hautflora den Schweiß aus den apokrinen Schweißdrüsen zersetzen, zum Beispiel in übelriechende Buttersäure und Ameisensäure.
  • Um dem entgegenzuwirken, gibt es verschiedene Arten von Deodorants: Die einen reduzieren durch Aluminiumsalze die Schweißbildung als solche. Dieser Inhaltsstoff ist jedoch seit einigen Jahren umstritten. Deos ohne Alumiumsalze wirken darauf hin, dass trotz Schwitzens kein Schweißgeruch entsteht. Ein solches Deo kannst du auch bei sensibler Haut benutzen.
  • Je nach Empfindlichkeit der Haut wählst du ein hautberuhigendes Deospray (z. B. DADO SENS DEOSENSITIVE DEOSPRAY 24H mit Panthenol und Aloe vera) oder einen besonders milden Deoroller (z. B. DADO SENS DEOSENSITIVE DEOBALSAM ROLL-ON 24H ohne Alkohol, mit Aloe vera und Süßholzwurzel). Beide Deos kannst du auch bei Neurodermitis verwenden. Der Deoroller ist so formuliert, dass frisch epilierte Haut nicht brennt.
  • Empfindliche Haut kann mit Rötungen, Bläschen oder Juckreiz auf starkes Schwitzen reagieren. Dann ist es besonders wichtig, dass du deine Haut konsequent reinigst. Der Schweiß selbst befreit die Haut zwar auch von Abfallstoffen, aber die austretenden Stoffe können die Poren verstopfen, vor allem in Verbindung mit Sonnenschutzprodukten. Deshalb auf jeden Fall abends, bei starkem Schwitzen auch zwischendurch, die Haut sanft reinigen.
  • Je nach Hautbedürfnis gibt es von DADO SENS Reinigungsprodukte speziell für sensible Haut, z. B. EXTRODERM REINIGUNGSCREME bei Neurodermitis, PURDERM WASCHCREME bei unreiner Haut, PROBALANCE REINIGUNGSSCHAUM bei sensibler, allergiegefährdeter Haut oder SENSACEA REINIGUNGSGEL bei hochsensibler Haut, Couperose und leichter Rosacea.
  • Außerdem solltest du die Haut in den sensiblen Zonen möglichst trocken halten, damit sie sich beruhigt. Das gilt zum Beispiel unter den Achseln oder in Hautfalten im Bereich von Brust und Bauch.
  • Wie unter den Achseln entsteht auch an den Füßen der lästige Geruch erst, wenn der Fußschweiß zersetzt wird.
  • Haut, Socken und Schuhe sollten sauber und trocken gehalten werden, damit Bakterien oder Fußpilz keinen Nährboden finden. Es gibt spezielle Schuhsprays und Fußdeos. Auch ein "normales" Deospray kann helfen.
  • Am besten trägst du leichte, kochfeste Socken aus Baumwolle und wechselst deine Schuhe häufig, damit sie gut auslüften können.
  • Und geh barfuß, wann immer es möglich ist!

Was bringt dich und deine empfindliche Haut zum Schwitzen? Wie gehst du damit um? Lass mir gern deinen persönlichen Tipp hier!