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Was ist Neurodermitis?
Neurodermitis, auch als atopisches Ekzem bekannt, ist eine chronisch entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft.1 Die Haut von Betroffenen produziert zu wenig schützende Lipide und Feuchtigkeit, wodurch die natürliche Hautbarriere geschwächt ist.2 Reizstoffe, Allergene und Keime können leichter eindringen und Entzündungsreaktionen auslösen.3
Neurodermitis kann in jedem Lebensalter auftreten und betrifft sowohl Kinder als auch Erwachsene.4 Die Neurodermitis im Gesicht stellt dabei eine besondere Herausforderung dar, denn die Gesichtshaut ist dünner als an vielen anderen Körperstellen, stärker durchblutet und nahezu ständig äußeren Einflüssen wie UV-Strahlung, Wind und Temperaturschwankungen ausgesetzt.5 Dadurch reagiert sie besonders empfindlich auf Reize und neigt schneller zu sichtbaren Entzündungsreaktionen.
So zeigt sich Neurodermitis im Gesicht
Wie Neurodermitis im Gesicht aussieht, lässt sich nicht pauschal sagen, denn das Erscheinungsbild variiert je nach Schweregrad und individueller Ausprägung. Grundsätzlich zeigt sich ein Neurodermitis-Ausschlag im Gesicht durch Rötungen, Trockenheit und oft quälenden Juckreiz.6 Die Symptome können dabei von kaum sichtbar bis stark ausgeprägt reichen.
Neurodermitis im Gesicht im Anfangsstadium erkennen
Im Anfangsstadium zeigt sich Neurodermitis im Gesicht oft subtil. Die Haut fühlt sich ungewohnt trocken an, spannt nach der Reinigung oder zeigt leichte, kaum sichtbare Rötungen.7 Viele Betroffene verwechseln diese ersten Anzeichen mit normaler trockener Haut oder einer vorübergehenden Reizung. Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass bei einer leichten Neurodermitis im Gesicht die Beschwerden immer wieder zurückkehren, oft begleitet von einem feinen Spannungsgefühl, Juckreiz oder einem leichten Kribbeln.8 Wenn du solche wiederkehrenden Veränderungen bemerkst, lohnt sich ein genauerer Blick und gegebenenfalls eine dermatologische Abklärung.
Typische Symptome bei einem Neurodermitis-Schub im Gesicht
Während eines akuten Schubs verstärken sich die Beschwerden deutlich. Ein Neurodermitis-Schub im Gesicht kann sich durch folgende Symptome bemerkbar machen:9
- Intensiver Juckreiz: Der oft quälende Juckreiz im Gesicht kann den Alltag und den Schlaf erheblich beeinträchtigen.
- Starke Rötungen und Schuppungen: Die Haut wirkt gerötet, rau und schuppt sich sichtbar.
- Bläschenbildung: In manchen Fällen bilden sich kleine, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen.
- Entzündungen und nässende Stellen: Bei stärkeren Schüben können offene, nässende Hautstellen entstehen.
Besonders oft sind Stirn, Wangen, Nase und Mundpartie betroffen. Auch Neurodermitis am Auge kommt häufig vor und äußert sich durch gerötete, geschwollene Lider und stark beanspruchte Haut an der empfindlichen Augenpartie.10
Viele Betroffene fragen sich, ob es sich bei ihren Hautveränderungen um Neurodermitis oder Pickel im Gesicht handelt. Die Abgrenzung ist wichtig: Während Spätakne durch verstopfte Talgdrüsen entsteht und sich als Mitesser, Pusteln oder Knötchen zeigt,11 äußert sich Neurodermitis durch flächige Rötungen, Schuppungen und Trockenheit.12 Auch der Juckreiz ist bei Neurodermitis deutlich ausgeprägter als bei Unreinheiten.13
Ursachen und Auslöser von Neurodermitis im Gesicht
Die Ursache von Neurodermitis im Gesicht liegt in einer Kombination aus genetischer Veranlagung und äußeren Einflussfaktoren. Bei vielen Betroffenen ist ein Mangel am Protein Filaggrin genetisch bedingt. Filaggrin ist essenziell für den Aufbau einer intakten Hautbarriere. Fehlt es, verliert die Haut vermehrt Feuchtigkeit und wird durchlässiger für Reizstoffe und Allergene.14
Warum plötzlich Neurodermitis im Gesicht auftreten kann, hat oft mit einem Zusammenspiel mehrerer Auslöser zu tun. Die Erkrankung kann auch in Lebensphasen erstmals auftreten, in denen sich der Körper verändert oder besonderen Belastungen ausgesetzt ist. Auch wenn Neurodermitis häufig mehrere Körperstellen betrifft, kann sie sich in manchen Fällen auf das Gesicht konzentrieren. Parallel dazu leiden einige Betroffene unter Beschwerden an angrenzenden Bereichen wie der Neurodermitis auf der Kopfhaut.
Häufige Auslöser für Neurodermitis-Schübe im Gesicht
Die Auslöser für Neurodermitis im Gesicht sind individuell verschieden. Zu den häufigsten gehören:
- Allergene: Pollen, Hausstaubmilben und Tierhaare können die Gesichtshaut direkt reizen.15
- Stress und psychische Belastung: Emotionaler Druck kann Entzündungsreaktionen im Körper verstärken und Schübe auslösen.16
- Temperatur und Klimawechsel: Kälte, trockene Heizungsluft,17 aber auch intensive UV-Strahlung setzen der ohnehin empfindlichen Gesichtshaut zu.18 Ungeschützte Sonneneinstrahlung kann zudem langfristig zu Sonnenschäden auf der Haut führen.19
- Ungeeignete Hautpflege und Kosmetik: Produkte mit Duftstoffen oder aggressiven Tensiden können die Hautbarriere zusätzlich schwächen.20
- Ernährung: Nahrungsmittelunverträglichkeiten, etwa gegen Kuhmilch, Weizen oder Nüsse, können Schübe begünstigen.21
- Hormonelle Veränderungen: Schwangerschaft, Wechseljahre oder hormonelle Schwankungen im Zyklus können das Hautbild beeinflussen.22
Neurodermitis im Gesicht in der Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft verändert sich der Hormonhaushalt grundlegend. Der Anstieg von Östrogen und Progesteron kann die Immunregulation der Haut beeinflussen23 und bei genetisch vorbelasteten Frauen einen Neurodermitis-Schub im Gesicht auslösen oder bestehende Symptome verstärken. Gleichzeitig ist die Auswahl geeigneter Pflegeprodukte in dieser Lebensphase besonders wichtig, da viele herkömmliche Wirkstoffe nicht empfohlen werden.24
Gerade wer mit Neurodermitis in der Schwangerschaft zu tun hat, wünscht sich Produkte, die wirksam pflegen und gleichzeitig unbedenklich sind. Die Formulierungen von DADO SENS könnt ihr auch in dieser sensiblen Phase verwenden. Unsere Dermakosmetik kommt ohne Mineralöle, Silikone und PEGs aus. Nach dem Prinzip der Clean Beauty setzen wir auf Pflege auf Naturbasis, die eure empfindliche Gesichtshaut beruhigt und stärkt, ohne sie unnötig zu belasten. So könnt ihr eurer Haut genau die intensive Fürsorge schenken, die sie gerade jetzt verdient.
Neurodermitis im Gesicht in den Wechseljahren
Auch die Wechseljahre bringen hormonelle Umstellungen mit sich, die die Haut spürbar verändern. Der sinkende Östrogenspiegel führt dazu, dass die Haut weniger Feuchtigkeit speichert25 und die Lipidproduktion abnimmt.26 Für Frauen mit Veranlagung zur Neurodermitis kann dies bedeuten, dass sich Symptome im Gesicht erstmals zeigen oder nach jahrelanger Beschwerdefreiheit zurückkehren. Eine reichhaltige, barrierestärkende Pflege gewinnt in dieser Phase besondere Bedeutung.
Was hilft bei Neurodermitis im Gesicht?
Die wichtigste Säule bei der Behandlung von Neurodermitis im Gesicht ist eine konsequente, auf die besonderen Bedürfnisse der Haut abgestimmte Pflege. Eine regelmäßige Basispflege stärkt die Hautbarriere, spendet Feuchtigkeit und kann die Häufigkeit sowie Intensität von Schüben reduzieren. Eine gute Körperpflege bei Neurodermitis betrifft dabei nicht nur das Gesicht, sondern den gesamten Körper.
Die richtige Pflege als Basis
Bei der Wahl deiner Pflegeprodukte solltest du auf Inhaltsstoffe achten, die nachweislich beruhigend und barrierestärkend wirken. Panthenol fördert die Regeneration der Haut,27 Urea bindet Feuchtigkeit in der Hornschicht,28 Nachtkerzenöl liefert wertvolle Gamma-Linolensäure29 und Sheabutter schützt mit hautverträglichen Lipiden.30 Gleichzeitig ist es wichtig, potenzielle Reizstoffe konsequent zu meiden. Duftstoffe, ätherische Öle und aggressive Tenside können die ohnehin geschwächte Hautbarriere zusätzlich belasten und Entzündungen fördern.31
Achte darauf, dass deine Pflege sowohl in schubfreien Zeiten als auch während akuter Phasen auf die Haut abgestimmt ist. In ruhigen Phasen steht die Prävention im Vordergrund: Die Haut wird gestärkt und geschmeidig gehalten. In akuten Phasen braucht sie zusätzlich entzündungshemmende und intensiv beruhigende Wirkstoffe.
Wann ärztliche Unterstützung sinnvoll ist
Bei starken oder häufig wiederkehrenden Schüben, nässenden Hautstellen, Anzeichen einer Infektion oder hohem Leidensdruck empfehlen wir eine dermatologische Begleitung. In der ärztlichen Praxis können individuell abgestimmte Behandlungsoptionen besprochen werden, die über die Basispflege hinausgehen. Ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Hautwohlbefinden.
Vaseline bei Neurodermitis
Vaseline bei Neurodermitis ist ein viel diskutiertes Thema. Viele Betroffene greifen instinktiv zu dem Klassiker, weil er die Haut spürbar weicher macht.32 Doch wie gut eignet sich Vaseline tatsächlich für die Pflege von Neurodermitis im Gesicht?
Vaseline zählt zu den sogenannten okklusiven Substanzen. Sie bildet einen dichten Film auf der Hautoberfläche und verlangsamt so die Verdunstung hauteigener Feuchtigkeit.33 Das kann sich bei stark trockener Haut zunächst angenehm anfühlen. Allerdings enthält Vaseline selbst keine pflegenden, feuchtigkeitsspendenden oder barrierestärkenden Wirkstoffe. Sie versiegelt die Haut, pflegt sie aber nicht aktiv. Für die tägliche Hautpflege bei Neurodermitis sind reine Vaseline und Melkfett daher weniger geeignet.34
Für die Gesichtspflege bei Neurodermitis lohnt es sich also, auf Cremes zu setzen, die hautverwandte Lipide wie Inka-Omega-Öl enthalten, Feuchtigkeit aktiv mithilfe von Glycerin binden und entzündungshemmende sowie beruhigende Wirkstoffe wie Borretschsamenöl und Panthenol mitbringen. Idealerweise sind sie wie unsere EXTRRODERM-Pflegeserie dermatologisch getestet und frei von Duft- und Reizstoffen.
Unsere Gesichtspflege-Routine bei Neurodermitis
Eine konsequente Pflegeroutine ist bei Neurodermitis im Gesicht der Schlüssel zu mehr Stabilität und Wohlbefinden. Dabei gilt: Weniger ist mehr. Jeder einzelne Schritt sollte sanft zur Haut sein und sie unterstützen, statt sie zusätzlich zu fordern. Die folgende Routine eignet sich sowohl für schubfreie Zeiten als auch als Grundlage während akuter Phasen.
Schritt 1: Sanfte Reinigung
Die Gesichtsreinigung bildet die Grundlage jeder Pflegeroutine. Bei Neurodermitis im Gesicht ist es besonders wichtig, auf eine sanfte, die Haut beruhigende Reinigung zurückzugreifen. Verwende lauwarmes Wasser, denn heißes Wasser trocknet die Haut zusätzlich aus. Tupfe dein Gesicht nach der Reinigung sanft mit einem weichen Tuch trocken, anstatt zu rubbeln.
Gut geeignet ist die EXTRODERM Reinigungscreme, die juckende, schuppige Haut besonders sanft reinigt. Ihr Omega-Komplex aus Inka-Omega-Öl, Borretschsamenöl und Vitamin F unterstützt bereits beim Reinigen das Feuchthaltevermögen der Haut, während Panthenol strapazierte Stellen beruhigt. So wird die Haut nicht zusätzlich belastet, sondern schon im ersten Schritt gestärkt.
Schritt 2: Intensivpflege mit Serum
Bevor du zur Creme greifst, kann ein konzentriertes Serum die Haut optimal auf die nachfolgende Pflege vorbereiten. Die EXTRODERM Intensiv-Pflegekur eignet sich dafür besonders gut: Sie versorgt stark ausgetrocknete Gesichtshaut mit einer Extra-Portion Pflege und kann Juckreiz spürbar mildern. Du kannst sie punktuell auf besonders beanspruchte Stellen auftragen oder regelmäßig als Ergänzung zur täglichen Basispflege nutzen. Die enthaltene Gamma-Linolensäure aus Borretschsamenöl fördert die Zellerneuerung und hilft, den hauteigenen Wasserverlust zu reduzieren.
Schritt 3: Beruhigende Basispflege
Nach der Reinigung und dem Serum benötigt die Haut rückfettende und feuchtigkeitsspendende Pflege. Eine Gesichtscreme für Neurodermitis sollte speziell auf die Bedürfnisse einer gestörten Hautbarriere abgestimmt sein. Sie sollte frei von Duftstoffen sein, reich an hautverträglichen Lipiden und angereichert mit beruhigenden Wirkstoffen. Unsere EXTRODERM Intensivcreme bildet morgens und abends angewendet das Fundament für eine stabilere Haut.
Vergiss auch die Augenpartie nicht. Die Haut rund um die Augen ist besonders dünn und reagiert bei Neurodermitis oft mit Spannungsgefühl und Rauheit.35 Die EXTRODERM Augencreme pflegt diese sensible Zone mit einem Extrakt aus der Rose von Jericho, der antioxidativ wirkt und vor hauteigenem Feuchtigkeitsverlust schützt. Panthenol und Inka-Omega-Öl stärken zusätzlich die natürliche Widerstandsfähigkeit der zarten Haut. Bei sehr trockenen Stellen lässt sich die Creme auch als beruhigende Augenmaske verwenden.
Schritt 4: Akutpflege bei Schüben
Während eines akuten Schubs braucht die Haut im Gesicht schnelle und gezielte Unterstützung. Das SPEZIALPFLEGE SOS Care Akut Spray wurde genau für solche Momente entwickelt. Es beruhigt sensible, irritierte Haut immer dann, wenn sie rascher Pflege bedarf. Der enthaltene Hafer-Extrakt wirkt beruhigend und unterstützt die Wundheilung, während Süßholzwurzelextrakt, Beta-Glucane und Zink leichten Rötungen entgegenwirken. Das Spray kann Juckreiz und Brennen spürbar mildern und spendet gleichzeitig wohltuende Feuchtigkeit.
Besonders praktisch ist das handliche Format, das sich auch ideal für unterwegs eignet. Du kannst es lokal auf einzelne gereizte Stellen oder auch flächig auftragen. Das Spray wurde speziell für Allergiker:innen entwickelt und eignet sich auch zur therapiebegleitenden Pflege bei Neurodermitis. Achte in dieser Phase darauf, die Haut nicht durch zu viele verschiedene Produkte gleichzeitig zu überfordern.
Schritt 5: Sonnenschutz nicht vergessen
Während Sonne bei Neurodermitis durchaus zu Linderung führen kann,36 ist ein geeigneter Sonnenschutz trotzdem wichtig, da die geschwächte Hautbarriere empfindlicher auf UV-Strahlung reagiert als gesunde Haut.37 Eine passende Sonnencreme bei Neurodermitis sollte die Haut zuverlässig schützen, ohne sie durch reizende Inhaltsstoffe zusätzlich zu belasten. Der SUN Sunstick LSF 50 eignet sich besonders für empfindliche, exponierte Gesichtspartien wie Nase, Stirn oder Wangen. Sein SymUrban™-Wirkstoff schützt die Haut nicht nur vor UV-Strahlung, sondern auch vor den negativen Folgen von Umweltschadstoffen und stärkt so den natürlichen Hautschutz im Alltag. Der Sunstick kann auch therapiebegleitend eingesetzt werden und ist für sensible sowie allergiegefährdete Haut geeignet. Trage den Sonnenschutz etwa 30 Minuten vor dem Aufenthalt im Freien auf, damit deine Haut zuverlässig geschützt ist.38
Bei Neurodermitis im Gesicht schminken
Der Wunsch, sich zu schminken, ist auch mit Neurodermitis im Gesicht da. Make-up kann ein wunderbares Mittel der Selbstfürsorge sein und dazu beitragen, sich wohl und selbstbewusst zu fühlen. Wichtig ist, dass du bei der Produktwahl auf die Verträglichkeit achtest.
Greife am besten zu hypoallergenen Produkten, die frei von Duftstoffen, klassischen Konservierungsmitteln, Silikonen und Paraffinen sind. Trage Make-up immer auf eine gut gepflegte Haut auf, also erst nach deiner vollständigen Pflegeroutine. Beim Abschminken am Abend ist dann besondere Sanftheit gefragt. Neben der EXTRODERM Reinigungscreme empfehlen wir die DRYDERM Waschcreme, die wir speziell für trockene bis sehr trockene Haut entwickelt haben. Sie entfernt Make-up sowie Schmutz besonders schonend, ohne die Haut zu reizen oder auszutrocknen. Ihr Hafer-Extrakt liefert pflanzliche Phytoceramide, die den hauteigenen Ceramiden ähneln, die Hautbarriere stärken und vor Feuchtigkeitsverlust schützen. Zusätzlich beruhigt Aloe vera die Haut, während Macadamianussöl und Hyaluronsäure sie geschmeidig und weich pflegen. So fühlt sich die Haut auch nach dem Reinigen gepflegt und versorgt an.
An Tagen, an denen deine Haut stark gereizt ist oder sich in einem akuten Schub befindet, gönnst du ihr am besten eine Pause vom Make-up. In diesen Phasen steht die Regeneration im Vordergrund.
Neurodermitis im Gesicht verstehen und liebevoll begleiten
Neurodermitis im Gesicht kann sich manchmal wie ein ständiger Begleiter anfühlen, der ungefragt auftaucht. Wenn du deine Haut und ihre Signale jedoch verstehst, kannst du sie gezielt unterstützen und ihr das geben, was sie braucht. Eine Pflegeroutine, die konsequent auf die Bedürfnisse deiner Haut abgestimmt ist, kann im Alltag einen echten Unterschied machen. Dabei wird nicht jeder Tag gleich sein, und das ist völlig in Ordnung. Entscheidend ist, dass du deiner Haut mit Verständnis begegnest und ihr die Fürsorge schenkst, die sie verdient.
Quellen
1,4,13,20 Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG), Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI), Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), et al. "S3-Leitlinie Atopische Dermatitis (AD) [Neurodermitis; atopisches Ekzem]". AWMF-Registernummer: 013-027. 2024:15,17,35,51. Verfügbar unter: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/013-027. [Abgerufen am: 8. September 2026].
2 Palmer C, Irvine A, Terron-Kwiatkowski A, et al. "Common loss-of-function variants of the epidermal barrier protein filaggrin are a major predisposing factor for atopic dermatitis". Nat Genet. 2006;38:441-446. doi:10.1038/ng1767. [Abgerufen am: 8. September 2026].
3 Elias PM, Steinhoff M. "Outside-to-inside" (and now back to "outside") pathogenic mechanisms in atopic dermatitis". J Invest Dermatol. 2008;128(5):1067-1070. doi:10.1038/jid.2008.88. [Abgerufen am: 8. September 2026].
5 Korzekwa S, Matusz K, Kukulski M, et al. "Quantitative Analysis of the Human Face Skin Thickness—A High-Frequency Ultrasound Study". J Clin Med. 2025;14(23):8401. doi:10.3390/jcm14238401. [Abgerufen am: 8. September 2026].
6 Jeskey J, Kurien C, Blunk H, et al. "Atopic Dermatitis: A Review of Diagnosis and Treatment". J Pediatr Pharmacol Ther. 2024;29(6):587-603. doi:10.5863/1551-6776-29.6.587. [Abgerufen am: 8. September 2026].
7 Linde Y. "'Dry' skin in atopic dermatitis. I. A clinical study". Acta Derm Venereol. 1989;69(4):311-314. doi:10.2340/0001555569311314. [Abgerufen am: 8. September 2026].
8 Lobefaro F, Gualdi G, Di Nuzzo S, Amerio P. "Atopic Dermatitis: Clinical Aspects and Unmet Needs". Biomedicines. 2022;10(11):2927. doi:10.3390/biomedicines10112927. [Abgerufen am: 8. September 2026].
9,12 Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). "Neurodermitis bei Babys, Kleinkindern und Erwachsenen". Gesundheitsinformation.de. 2026. Verfügbar unter: https://www.gesundheitsinformation.de/neurodermitis-bei-babys-kleinkindern-und-erwachsenen.html. [Abgerufen am: 8. September 2026].
10 Raimondo A, Lembo S. "Atopic Dermatitis: Epidemiology and Clinical Phenotypes". Dermatol Pract Concept. 2021;11(4):e2021146. doi:10.5826/dpc.1104a146. [Abgerufen am: 8. September 2026].
11 Dreno B, Bagatin E, Blume-Peytavi U, Rocha M, Gollnick H. "Female type of adult acne: Physiological and psychological considerations and management". J Dtsch Dermatol Ges. 2018;16(10):1185-1194. doi:10.1111/ddg.13664. [Abgerufen am: 8. September 2026].
14 Hoyer A, Rehbinder EM, Färdig M, et al. "Filaggrin mutations in relation to skin barrier and atopic dermatitis in early infancy". Br J Dermatol. 2022;186:544-552. doi:10.1111/bjd.17863. [Abgerufen am: 8. September 2026].
15 Stein A. "Hausstaubmilben können Neurodermitis fördern". Deutsche Apotheker Zeitung. 2016. Verfügbar unter: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2016/02/12/hausstaubmilben-konnen-neurodermitis-fordern. [Abgerufen am: 8. September 2026].
16 Tian J, et al. "A sympathetic-eosinophil axis orchestrates psychological stress to exacerbate skin inflammation". Science. 2026;391:1269-1277. doi:10.1126/science.adv5974. [Abgerufen am: 8. September 2026].
17 Engebretsen KA, Johansen JD, Kezic S, Linneberg A, Thyssen JP. "The effect of environmental humidity and temperature on skin barrier function and dermatitis". J Eur Acad Dermatol Venereol. 2016;30(2):223-249. doi:10.1111/jdv.13301. [Abgerufen am: 8. September 2026].
18 Biniek K, Levi K, Dauskardt RH. "Solar UV radiation reduces the barrier function of human skin". Proc Natl Acad Sci U S A. 2012;109(42):17111-17116. doi:10.1073/pnas.1206851109. [Abgerufen am: 8. September 2026].
19 Bundesamt für Strahlenschutz. "UV-Strahlung: Langfristige Wirkungen". 2026. Verfügbar unter: https://www.bfs.de/DE/themen/opt/uv/wirkung/langfristig/langfristig.html. [Abgerufen am: 8. September 2026].
21 Werfel T, Erdmann S, Fuchs T, et al. "Approach to suspected food allergy in atopic dermatitis". J Dtsch Dermatol Ges. 2009;7(3):265-271. doi:10.1111/j.1610-0387.2008.06901.x. [Abgerufen am: 8. September 2026].
22,23 Fougerousse AC, Alexandre M, Darrigade AS, et al. "Impact of Atopic Dermatitis on Adult Women's Lives: A Survey of 1,009 French Women". Acta Derm Venereol. 2024;104:adv10321. doi:10.2340/actadv.v104.10321. [Abgerufen am: 8. September 2026].
24 Thürmann L, Herberth G, Seiwert B, et al. "Prenatal paraben exposure and atopic dermatitis-related outcomes among children". Allergy. 2021;76(10):3122-3132. doi:10.1111/all.14890. [Abgerufen am: 8. September 2026].
25 Rzepecki AK, Murase JE, Juran R, Fabi SG, McLellan BN. "Estrogen-deficient skin: The role of topical therapy". Int J Womens Dermatol. 2019;5(2):85-90. doi:10.1016/j.ijwd.2019.01.001. [Abgerufen am: 8. September 2026].
26 Kendall AC, Pilkington SM, Wray JR, et al. "Menopause induces changes to the stratum corneum ceramide profile, which are prevented by hormone replacement therapy". Sci Rep. 2022;12(1):21715. doi:10.1038/s41598-022-26095-0. [Abgerufen am: 8. September 2026].
27 Wang H, Duan C, Keate RL, Ameer GA. "Panthenol Citrate Biomaterials Accelerate Wound Healing and Restore Tissue Integrity". Adv Healthc Mater. 2023;12(31):e2301683. doi:10.1002/adhm.202301683. [Abgerufen am: 8. September 2026].
28 Piquero-Casals J, Morgado-Carrasco D, Granger C, Trullàs C, Jesús-Silva A, Krutmann J. "Urea in Dermatology: A Review of its Emollient, Moisturizing, Keratolytic, Skin Barrier Enhancing and Antimicrobial Properties". Dermatol Ther (Heidelb). 2021;11(6):1905-1915. doi:10.1007/s13555-021-00611-y. [Abgerufen am: 8. September 2026].
29 Farag MA, Reda A, Nabil M, Elimam DM, Zayed A. "Evening primrose oil: a comprehensive review of its bioactives, extraction, analysis, oil quality, therapeutic merits, and safety". Food Funct. 2023;14(18):8049-8070. doi:10.1039/d3fo01949g. [Abgerufen am: 8. September 2026].
30 Lin TK, Zhong L, Santiago JL. Anti-Inflammatory and Skin Barrier Repair Effects of Topical Application of Some Plant Oils. Int J Mol Sci. 2017 Dec 27;19(1):70. doi: 10.3390/ijms19010070. PMID: 29280987; PMCID: PMC5796020.
31 Mijaljica D, Spada F, Harrison IP. "Skin Cleansing without or with Compromise: Soaps and Syndets". Molecules. 2022;27(6):2010. doi:10.3390/molecules27062010. [Abgerufen am: 8. September 2026].
32,33 Hamishehkar H, Same S, Adibkia K, Zarza K, Shokri J, Taghaee M, Kouhsoltani M. "A comparative histological study on the skin occlusion performance of a cream made of solid lipid nanoparticles and Vaseline". Res Pharm Sci. 2015;10(5):378-387. PMID: 26752986; PMCID: PMC4691958. [Abgerufen am: 8. September 2026].
34 Schäffler A, Andre-Wallis B. "Neurodermitis". In: Schäffler A, Hrsg. Gesundheit heute. 3. Aufl. Stuttgart: Trias; 2014. Überarbeitung: Kempinski S. 2023. Verfügbar unter: https://www.apotheken.de/krankheiten/4596-neurodermitis. [Abgerufen am: 8. September 2026].
35 Marrakchi S, Maibach HI. "Biophysical parameters of skin: map of human face, regional, and age-related differences". Contact Dermatitis. 2007;57(1):28-34. doi:10.1111/j.1600-0536.2007.01138.x. [Abgerufen am: 8. September 2026].
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38 Bundesamt für Strahlenschutz. "Tipps zum UV-Schutz". Verfügbar unter: https://www.bfs.de/DE/themen/opt/uv/schutz/tipps/tipps_node.html. [Abgerufen am: 8. September 2026].
Bildnachweise:
- Frau mit Neurodermitis im Gesicht (Titelbild): iStock.com/Alona Siniehina
- Symptombild Neurodermitis (Inhaltsbild): DADO SENS
- EXTRODERM Intensivcreme (Inhaltsbild): DADO SENS
Häufig gestellte Fragen zu Neurodermitis im Gesicht
Die wichtigste Maßnahme ist eine konsequente Basispflege mit feuchtigkeitsspendenden und barrierestärkenden Produkten ohne Duftstoffe. Ergänzend sollten individuelle Auslöser identifiziert und gemieden werden. Bei starken Beschwerden ist eine dermatologische Begleitung empfehlenswert.
Zu den häufigsten Auslösern zählen Allergene wie Pollen oder Hausstaubmilben, Stress, Temperaturschwankungen, ungeeignete Kosmetik sowie hormonelle Veränderungen. Auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten können Schübe begünstigen. Die Auslöser sind individuell verschieden.
Ja, Neurodermitis kann nur im Gesicht auftreten, auch wenn sie häufig mehrere Körperstellen betrifft. Gerade bei Erwachsenen zeigt sich die Erkrankung manchmal bevorzugt an Kopf, Hals und Gesicht, was als sogenannte Head-and-Neck-Dermatitis bezeichnet wird.
Vaseline bildet einen schützenden Film auf der Haut und kann kurzfristig die Feuchtigkeitsverdunstung reduzieren. Sie enthält jedoch keine aktiv pflegenden Wirkstoffe und ist daher kein Ersatz für eine geeignete Neurodermitis-Pflege mit barrierestärkenden Inhaltsstoffen wie Ceramiden oder Nachtkerzenöl.
Neurodermitis zeigt sich durch flächige Rötungen, Schuppungen und starken Juckreiz. Pickel hingegen entstehen punktuell durch verstopfte Talgdrüsen und erscheinen als Mitesser, Pusteln oder Knötchen. Im Zweifel hilft eine dermatologische Untersuchung bei der Unterscheidung.
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Die Haut rund um die Augen ist besonders dünn und empfindlich. Zeigt sich hier ein atopisches Ekzem, kann das sehr belastend sein. Gerötete, schuppende Augenlider und quälender Juckreiz sind nicht nur unangenehm, sondern für alle sichtbar. Wir erklären dir, woher Neurodermitis am Auge kommt, wie sie aussieht und welche Pflege deiner Augenpartie wirklich hilft.
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Sonne auf der Haut fühlt sich wunderbar an. Doch wer mit Neurodermitis lebt, stellt sich oft die Frage: Tut mir das wirklich gut? Tatsächlich ist die Beziehung zwischen Neurodermitis und Sonne so individuell wie deine Haut selbst.