Sonnenpflege-Guide für empfindliche Haut

Sonnenpflege-Guide für empfindliche Haut

18. Juni 2019

Auch sensible Haut darf Sonne genießen! Finde jetzt den richtigen Sonnenschutz bei Allergien, Mallorca-Akne & Co.

Sonne macht gute Laune? Jein! Wir brauchen sie, um das lebenswichtige Vitamin D zu bilden und um unsere Stimmung mit Glückshormonen aufzuhellen. Aber wenn deine Haut sehr sonnenempfindlich ist oder auf manche Sonnenschutzprodukte sensibel reagiert, machst du dir sicherlich einige Gedanken, bevor du in die Sonne gehst. Die gute Nachricht: Dermatologisch entwickelte Sonnenschutzprodukte unterstützen die Haut so, dass die positiven Seiten des Sonnenlichts länger genossen werden können. Hier erfährst du, wie du das Produkt findest, welches zu dir und deiner Haut passt und was die Angaben auf den Produkten bedeuten.

Wie sonnenempfindlich ist deine Haut?
Sonnenempfindlich ist im Grunde jede Haut. Je nach Typ dauert es allerdings unterschiedlich lang, bis sich erste Schäden zeigen, allen voran der Sonnenbrand. Eine als „gesund“ empfundene Sonnenbräune ist nichts anderes als der Versuch der Haut, ihren Zellen Schatten zu spenden und sie so vor der aggressiven Strahlung zu schützen: Wenn kurzwellige UVB-Strahlen in die oberste Hautschicht eindringen, wird in den Zellen das Farbpigment Melanin gebildet. Außerdem verursachen UVB-Strahlen Sonnenbrand und tragen dazu bei, dass vorzeitig Falten entstehen. Die langwelligen UVA-Strahlen können in tiefere Hautschichten vordringen und richten dort vor allem langfristige Schäden an, die letztlich für eine beschleunigte Hautalterung verantwortlich sind. Kleinere Schäden, zum Beispiel an der DNA, kann der Körper zunächst selbst „reparieren“. Bei intensiver UV-Strahlung, zu langen Sonnenzeiten und mit zunehmendem Alter gelingt das jedoch immer weniger. Dass im Zusammenspiel von UVA und UVB ein hohes Risiko von Sonnenbrand und Hautkrebs besteht, ist erwiesen.

Was ist wichtig bei sensibler Haut?
Sonnenempfindliche Haut


Bei empfindsamer Haut kommt hinzu, dass sie auf UV-Strahlen mit einer „Sonnenallergie“ oder einer „Mallorca-Akne“ reagieren kann. Auch bei Rosacea kann sich das Hautbild durch UV-Strahlung verschlechtern. Wenn das bei dir der Fall ist, solltest du dein Sonnenschutzprodukt für das Gesicht besonders sorgfältig auswählen. Auch zarte Haut von Babys und Kindern ist sehr empfindlich. Achte also bei Sonnencreme für Babys oder Kinder auf einen besonders hohen Schutz und pflegende Komponenten.

LSF/ SPF/ UVA/ UVB: Was bedeuten die Bezeichnungen auf den Produkten?

Der LSF (Lichtschutzfaktor) oder SPF (Sun Protection Factor) gibt an, wie stark ein Sonnenschutzprodukt mit den darin enthaltenen Lichtschutzfiltern die Haut vor UV-Strahlung schützt. Die Zahlenangabe auf der Packung bezieht sich auf den UVB-Schutz. Wenn daneben das UVA-Siegel aufgedruckt ist, bedeutet das, dass der Schutz des enthaltenen UVA-Filters mindestens ein Drittel des für den UVB-Filter angegebenen Werts beträgt. Das ist wichtig im Hinblick auf einen möglichst umfassenden UV-Schutz. Die Sonnenschutzprodukte von DADO SENS tragen alle dieses Siegel. Die Angaben zum Lichtschutzfaktor werden zusätzlich in Schutzklassen unterteilt, die wir ebenfalls ausdrücklich und gut sichtbar auf den Verpackungen benennen:

  • LSF 6-10: Basis
  • LSF 15-25: Mittel
  • LSF 30-50: Hoch
  • LSF 50+: Sehr hoch
Sonnenfluid

Welcher Hauttyp bist du?
Um den richtigen Lichtschutzfaktor auszuwählen, hilft es zu wissen, zu welchem Hauttyp du gehörst. In Mitteleuropa unterscheidet man 4 Hauttypen, die unterschiedlich sonnenempfindlich sind. Mit dieser Tabelle findest du heraus, was deine Haut in der Sonne braucht:

  • helle Haut mit Sommersprossen
  • blaue bis grüne Augen
  • rotes oder blondes Haar
  • Sonnenempfindlichkeit sehr hoch
  • Eigenschutzzeit 5-10 Minuten
  • LSF-/SPF- Empfehlung: ab 30, zusätzlich schützende Kleidung
  • helle Haut
  • blaue bis grüne Augen
  • blondes Haar
  • Sonnenempfindlichkeit hoch
  • Eigenschutzzeit 10 Minuten
  • LSF-/SPF- Empfehlung: ab 30
  • mittelhelle Haut
  • grüne bis braune Augen
  • braunes bis dunkelbraunes Haar
  • Sonnenempfindlichkeit normal
  • Eigenschutzzeit 15-20 Minuten
  • LSF-/SPF- Empfehlung: ab 20
  • dunkle Haut
  • braune Augen
  • dunkelbraunes bis schwarzes Haar
  • Sonnenempfindlichkeit niedrig
  • Eigenschutzzeit 30-40 Minuten
  • LSF-/SPF- Empfehlung: ab 15

So errechnest du deine persönliche Sonnenschutzzeit

Die „Eigenschutzzeit“ ist die Zeit, die du dich ohne Sonnenschutz in der Sonne aufhalten kannst. Beim sehr empfindlichen Hauttyp I sind das nur 5 bis 10 Minuten. Selbst wenn du zum Hauttyp IV mit einem relativ guten Eigenschutz gehörst, musst du schon nach 30 bis 40 Minuten Schutzmaßnahmen ergreifen. Durch den passenden Sonnenschutz kannst du diese Zeitspanne jedoch vergrößern - ungefähr nach dieser Formel:

Eigenschutzzeit x Lichtschutzfaktor = maximale Aufenthaltsdauer in der Sonne

Beispiel: Bei Hauttyp I und einer Eigenschutzzeit von 5 Minuten kannst du mit Lichtschutzfaktor 30 ungefähr 2,5 Stunden (5 Minuten x 30 = 150 Minuten) in die Sonne. Diese Berechnung dient allerdings nur zur groben Orientierung: Wenn sich die Haut schon vorher rötet, solltest du schnell etwas überziehen und/oder in den Schatten gehen. Denn auch Sonnenschutzmittel mit hohen LSF schützen nicht vollständig vor UV-Strahlen!

Welches Sonnenschutz-Produkt passt zu deiner Haut?

Eine reichhaltige Sonnencreme ist ideal für normale oder empfindliche Haut, die zu Trockenheit neigt. Sonnensprays können dagegen für jeden Hauttyp verwendet werden. Bei unreiner, sensibler und allergiegefährdeter Haut (Sonnenunverträglichkeit, Mallorca-Akne) eignen sich am besten Sonnenfluids, die eine ölfreie Rezeptur haben. Unser Sonnenfluid mit LSF 30 kann auch bei Couperose bis hin zu leichter Rosacea verwendet werden und wurde von ÖKO-TEST im Magazin 06/19 mit „sehr gut“ ausgezeichnet.

Sonnencreme ist nicht alles: weitere Tipps zum Aufenthalt in der Sonne
  • Sorgfältig eincremen, am besten eine halbe Stunde im Voraus. Lücken in der Cremeschicht bedeuten reduzierten Schutz.
  • Regelmäßig nachcremen, vor allem nach dem Schwimmen und Abtrocknen.
  • Sonnenschutz durch Kleidung (z. B. Textilien mit UV-Schutz oder dunkle, dicht gewebte Stoffe) und Kopfbedeckungen verstärken.
  • Mittagszeit im Schatten verbringen. Die UV-Strahlung ist dann am aggressivsten und die Mittagshitze belastet nicht nur die Haut, sondern auch den Kreislauf.
  • Sonnenbrille tragen: UV-Licht schädigt auch die Augen!
  • Keine Sonne mit Medikamenten. Manche Antibiotika können dazu führen, dass die Haut extrem lichtempfindlich wird und stärker als sonst zu Sonnenbrand oder allergischen Reaktionen neigt.
  • Viel trinken, denn in der Hitze trocknet der Körper und damit auch die Haut leicht aus.
  • Pflege nach der Sonne, am besten mit Feuchtigkeit, hautberuhigenden Inhaltsstoffen und Anti-Aging-Wirkstoffen.

Wie verhält sich deine Haut in der Sonne? Hast du weitere Tipps? Schreib uns deine Erfahrungen gerne in die Kommentare!