„Dermatologisch getestet“ – was bedeutet das?

„Dermatologisch getestet“ – was bedeutet das?

10. März 2020

Viele Kosmetikprodukte tragen den Hinweis „Dermatologisch getestet“. Was bedeutet das eigentlich? Wer testet da was? Sind Produkte mit diesem Vermerk auch für sensible Haut geeignet? Berechtigte Fragen, besonders dann, wenn du empfindliche Haut hast. Ich habe bei den Kolleginnen aus unserer Abteilung Forschung und Entwicklung nachgefragt, was man als Hersteller von Naturkosmetik testen muss und was man testen kann. Außerdem geht der folgende Beitrag darauf ein, worauf wir als Dermakosmetik-Unternehmen besonders achten. Am Beispiel unserer EXTRODERM Augencreme erfährst du, wie so ein Test abläuft.

Warum „dermatologisch“ getestet?

DADO SENS Dermatologisch getestet

Bei Kosmetik, egal ob pflegend oder dekorativ, geht es immer um die Haut. Hier fragt man natürlich am besten Mediziner, die auf die Erforschung oder Behandlung der Haut spezialisiert sind: die Dermatologen. Damit ein Hersteller seine Produkte letztlich mit dem Vermerk „Dermatologisch getestet“ kennzeichnen darf, muss bei Produkttests in unabhängigen Prüfinstituten ein Dermatologe anwesend sein. Er führt die Tests durch und unterschreibt letzlich die Testberichte. Während der Produktentwicklung ist hingegen eine Beratung durch einen externen Dermatologen nicht vorgeschrieben. Da wir jedoch den Anspruch haben, Dermakosmetik für sensible Haut zu entwickeln, ist dies für uns eine Selbstverständlichkeit.

Welche Tests gibt es?

Durch die Kosmetikverordnung sind lediglich Verträglichkeitstests vorgeschrieben. Jedes kosmetische Produkt bekommt eine eigene Akte“, welche die Behörden einsehen dürfen. Darin wird vermerkt, ob und mit welchem Ergebnis Verträglichkeitstests durchgeführt wurden. Sobald die Verpackung des Produktes den Zusatz „bei empfindlicher Haut“ trägt, muss auch nachgewiesen sein, dass das Produkt für diesen Hauttyp geeignet ist.

Prüfen von Produktversprechen: Die Eigenschaften, mit denen wir ein Produkt kennzeichnen, so genannte „Claims“, müssen wir belegen. Ein Claim ist beispielsweise: „Die Creme XY mildert Rötungen durch den enthaltenen Wirkstoff Scharbockskraut.“ Das bedeutet, das externe Prüfinstitute genau dieses Produktversprechen geprüft und bestätigt haben müssen.

PRÜFMETHODEN

Die Möglichkeiten, hautphysiologische Eigenschaften zu messen, werden immer besser. Parameter wie Feuchtigkeitsgehalt, Elastizität, Feuchtigkeitsverlust, Faltentiefe und Barrierefunktion lassen sich sehr präzise ermitteln. Die Testpersonen erhalten das lediglich mit einer Nummer gekennzeichnete Produkt mit nach Hause und verwenden es nach Anleitung. Somit werden die Testpersonen nicht durch die Marke beeinflusst. Experten des Prüfinstituts messen die Wirkung, also die Veränderungen der Haut – in der Regel am Tag der ersten Anwendung, nach einer Woche und nach vier Wochen.

Die Verträglichkeit eines kosmetischen Produktes wird zum Beispiel mit Patchtests geprüft, bei denen die Produkte bis 48 Stunden auf der Haut verbleiben sollen. In festgelegten Zeitabständen beurteilen Dermatologen die Reaktionen der Haut, zum Beispiel auf Rötungen, Schuppungen oder Bläschen, und halten die Ergebnisse fest.
Die Testpersonen erhalten das Produkt (ohne Hinweis auf den Hersteller) per Post und werden dann schriftlich zu ihren Erfahrungen hinsichtlich Verträglichkeit und Wirksamkeit befragt. Eine solche Anwendungsbeobachtung durch Laien kann eine umfangreiche apparative Messung und fachliche Begutachtung durch Dermatologen sinnvoll ergänzen.

Experten-Tipp


Falls du mal auf einem Produkt lesen solltest, dass die Testergebnisse allein auf Fragebogenerhebungen beruhen, solltest du zumindest wachsam sein! Manche Hersteller verzichten nämlich aus Kostengründen auf eine umfangreiche Testung im Prüflabor.

Welche Prüfmethode für welches Produkt?

Welche Prüfmethode ein Institut verwendet, hängt von der Zielsetzung des Herstellers ab. Beispielsweise wäre es bei einem Anti-Aging-Produkt interessant, die Veränderung hinsichtlich Befeuchtung und Faltenminderung der Haut ausführlich zu testen. Bei der neuen Formulierung der EXTRODERM Augencreme kamen als Prüfmethoden die Bestimmung des Feuchtigkeitsgehalts sowie die Messung transepidermaler Feuchtigkeitsverluste, also wie viel körpereigenes Wasser eine bestimmte Fläche der Haut in einem bestimmten Zeitraum abgibt, zum Einsatz. Außerdem ließen wir eine Anwendungsbeobachtung durchführen.

EXTRODERM Augencreme

Wie werden die Testpersonen ausgewählt?

Dem Institut stehen verschiedene Probanden zur Verfügung, die aus einem Datenpool an freiwilligen Testpersonen entnommen werden. Diese Probanden werden entsprechend dem Hauttyp kategorisiert. Je nach Produkt werden dann die Probanden mit dem dafür notwendigen Hautzustand ausgewählt. Als Beispiel: Die Serie EXTRODERM ist für sensible, trockene Haut wie Neurodermitis und Psoriasis gedacht.“ Im Rahmen der Anwendungsbeobachtung wurden 27 Frauen und 3 Männer zwischen 19 und 70 Jahren (Altersdurchschnitt 45 Jahre) befragt, die ihren Hautzustand folgendermaßen einschätzten:

  • 16 Personen schätzten ihren Hautzustand als trocken ein
  • 6 Personen empfanden ihren Hautzustand als sehr trocken
  • 3 Personen schätzten ihren Hautzustand als normal ein
  • 2 Personen stuften ihren Hautzustand als schuppig ein
  • 2 Personen schätzten ihren Hautzustand als empfindlich ein
  • 1 Person empfand ihren Hautzustand als teilweise entzündlich

Wie sehen die Prüfberichte aus?

Die Dermatologen erstellen eine Zusammenfassung der Ergebnisse mit genauen Erläuterungen zu den einzelnen Testmethoden. Diese erhalten wir als Auftraggeber der Tests.
Hier Beispiele aus dem Anwendungstest der EXTRODERM Augencreme:

  • 93% der Probanden/ -innen gaben an, dass das Produkt das Feuchthaltevermögen der Haut unterstützt.
  • 93% der Testpersonen bestätigten eine sanfte Pflege der sensiblen Haut an der Augenpartie.
  • 83% der Testpersonen bestätigten, dass die Augencreme den Juckreiz mildert.
  • 83% der Probanden/ -innen gaben an, dass das Produkt die natürliche Widerstandskraft der Haut stärkt.

Und wie lautet nun das Fazit bezüglich der Verträglichkeit?

„Die EXTRODERM Augencreme wurde im Rahmen der Anwendungsbeobachtung von 30 Proband/innen sehr gut vertragen. Während und nach der Anwendungsphase traten keine unerwünschten Wirkungen im Sinne von objektivierbaren Unverträglichkeitsreaktionen auf.“

Im Rahmen der Wirksamkeitstests mittels Bestimmung des Feuchtigkeitsgehalts sowie Messung transepidermaler Feuchtigkeitsverluste kam das Prüfinstitut zu folgendem Ergebnis: „Durch oben genannte Testmethoden konnte belegt werden, dass durch die Anwendung der DADO SENS EXTRODERM Augencreme das Feuchthaltevermögen der Haut um die Augenpartie unterstützt und die natürliche Widerstandsfähigkeit der Haut stabilisiert wird.“

Kennzeichnung von Verträglichkeit bei sensibler Haut

Nach monatelanger Forschung, Entwicklung und Testung haben wir es nun Schwarz auf Weiß - dermatologisch getestet: Wir dürfen die Augencreme nicht nur auf den Markt bringen, wir dürfen ihre Leistungen gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern auch folgendermaßen kommunizieren: „Pflegt und beruhigt die sensible Haut an der Augenpartie. Stärkt ihre natürliche Widerstandsfähigkeit mit Panthenol, Inka-Omega-Öl und einem Extrakt aus der Rose von Jericho. Unterstützt ihr Feuchthaltevermögen und kann Juckreiz mildern.“ Somit wurde uns als Dermakosmetik-Spezialist für sensibelste Hautzustände von unabhängiger Stelle bestätigt, dass die EXTRODERM Augencreme selbst bei sehr empfindlicher Haut verträglich ist.

Wie wichtig sind dir Prüfsiegel und Qualitätsnachweise? Worauf achtest du beim Kauf und wo informierst du dich? Lass mir gerne einen Kommentar mit deinem persönlichen Tipp da!