Meine Dermakosmetik auf Naturbasis

Kontaktekzeme

Kontaktekzeme entstehen durch direkten Kontakt mit von außen zugeführten (exogenen) Substanzen. Man unterscheidet irritativ-toxische und allergische Kontaktekzeme. Erstere werden durch direkte Irritation der Haut durch exogene Substanzen ausgelöst. Nach Entwicklung einer (Typ IV-) Immunreaktion kann ein allergisches Kontaktekzem entstehen. Diese Immunreaktion kann sich über das Blut auch auf Hautareale übertragen, die keinen unmittelbaren Kontakt zu dem exogenen Allergen haben und ein sogenanntes „hämatogen streuendes Kontaktekzem“ hervorrufen. Sowohl irritativ-toxische als auch allergische Kontaktekzeme können akute und chronische Ekzemreaktionen hervorrufen.

Moderne Behandlungsansätze

Die moderne Behandlung von Kontaktekzemen sollte durch einen Dermatologen erfolgen und beruht auf 1. der Feststellung der auslösenden Substanz, 2. der konsequenten Meidung der auslösenden Substanz, 3. der antientzündlichen und ggf. der antimikrobiellen und antiseptischen (bei bakterieller oder mykotischer (= Pilz-) Superinfektion) Therapie des Ekzems sowie 4. der begleitenden Hautpflege zur Wiederherstellung der Hautbarrierefunktion. Die entzündungshemmende Therapie kann mit topischen Kortikosteroiden (= Kortisonpräparate) (in abnehmender Wirkungsstärke oder Anwendungshäufigkeit) sowie mit Calcineurinantagonisten (=Immunsuppressiva aus der Gruppe der Macrolactame) wie Pimecrolimus und Tacrolimus erfolgen. Bei Superinfektion mit Bakterien oder Pilzen kann eine topische keimtötende Behandlung nach Resistenzprüfung mit ausgewählten antibiotikahaltigen Präparaten (Zurückhaltung ist wegen der Gefahr der Resistenzentwicklung und Kontaktsensibilisierung geboten) oder topischen Antimykotika (wirken gegen Pilzinfektion) sowie antiseptischen Präparaten (z.B. blauer Farbstoff) ggf. in Kombination mit einem Kortikosteroid erforderlich werden. Bei starker Streuung des Kontaktekzems kommen kurzfristig systemische Kortikosteroide in abnehmender Dosierung, ggf. in Kombination mit einem systemischen, hautgängigen Antibiotikum bei starker Superinfektion zum Einsatz. Bei stark nässenden Ekzemen empfiehlt sich die Anwendung von Fettcremes in Kombination mit feuchten Baumwollumschlägen (fett-feuchte Behandlung).

Dermakosmetische Basispflege

Die dermakosmetische Basispflege ist ein wichtiger Bestandteil der erfolgreichen Behandlung des Kontaktekzems. Sie dient der Stabilisierung der gestörten Hautbarriere und schützt vor weiterem Feuchtigkeitsverlust. Pflegeprodukte sollten stadiengerecht ausgewählt werden. Chronische und somit trockenere und z.T. mit einer Hautverdickung und –vergröberung (Lichenifikation) einhergehende Ekzeme verlangen in der Regel fettreichere Produkte als akute, oft nässende Ekzeme. Zusätzlich zu der therapeutischen Anwendung von fett-feuchten Umschlägen (s.o.) können nässende Ekzeme demnach mit leichten Öl in Wasser Cremes bzw. Lotionen gepflegt werden, die die Haut beruhigen und die Hautbarierre aufbauen.

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